Die
Idee, gehärtetes Bandstahllinienmaterial in eine Holzträgerplatte
einzumontieren und zum Stanzen von weichen Stoffen zu
verwenden, kam etwa 1920 aus Amerika. Herr Otto erhielt
entsprechende Anregungen in den USA von seinen Freunden, einem
Iren und einem Schweden, und brachte diese Idee zur Fertigung
von Papiergirlanden nach Deutschland, wo er selbst in Berlin
einen Fabrikationsbetrieb leitete.
Zuerst
wurden die Bandstahlschnitte auf Brückenstanzen und auf
Heidelberger Tiegelautomaten eingesetzt, daher auch die
Anlehnung der Linienhöhenabmessungen an das typographische Maß
= 23.8 mm; im Detail aus dem Lettermaß 22.56 mm plus 1 mm für
die Unterlageplatte + 0.24 mm für die Druckstoffstärke
aufgebaut.
Bis
1972 waren keine wesentlichen Neuerungen und Verfeinerungen
bei der Herstellung von Bandstahlschnitten gemacht worden. Mit
etwa 85% Lohnanteil war dies eine sehr arbeitsintensive
Fertigung. Zu diesem Zeitpunkt wurde dann zum ersten Mal eine
Laserschneideanlage entwickelt und eingesetzt.
Später
kamen dann noch CNC gesteuerte Abläng- und Biegeautomaten zur
Bearbeitung des Bandstahls hinzu.
Hauptanwendungsbereiche
für die Bandstahlschnitte sind die
Verpackungsmittelindustrie, daneben aber auch zum Beispiel der
Einsatz in der Dichtungsindustrie, der Kunststoffindustrie
oder für Haftetiketten und vieles anderes.